20. bis 22. April 2005 _ Symposion
"Nachkriegsmoderne: Wiederaufbau und Neubeginn"

Ort: Fest- und Boeckl-Saal der TU Wien, Hauptstiege, 1. Stock (Karlsplatz 13, 1040 Wien)

Bereits der nach Kriegsende einsetzende Wiederaufbau in den Städten brachte auf der Basis unterschiedlichster Ideale auch vielfältige Erscheinungsformen mit sich, wobei der Wiederaufbau nahtlos in die immer noch von Fortschrittsoptimismus getragenen Fünfziger- und Sechzigerjahre überging. Die Spannweite bei den realisierten Bauten reichte von minutiöser Instandsetzung oder Rekonstruktion des Alten bis hin zu Neubauten modernster Konzeption, die das Projekt der Moderne weiterentwickelten.

Derzeit besonders gefährdet sind zwischen 1945 und dem "Ölschock" entstandene Bauten, weil sie in vielen Fällen zwar noch nicht alt aber doch ungepflegt wirken. Nur zu leicht werden sie aus dem allgemeinen Bewusstsein verdrängt und dann entsorgt.

Ziel des Symposiums war es, Bauten dieser Epoche aus ihrer Anonymität zu holen und eine Wertediskussion in Gang zu bringen. ExpertInnen verschiedener ineinander greifender Fachgebiete, wie ArchitektInnen und Bauingenieure, KunsthistorikerInnen, DenkmalpflegerInnen und Behörden zeigten in einzelnen Themengruppen den historischen und kulturellen Hintergrund sowie die Möglichkeiten technischer Verbesserung auf, und diskutierten architekturgeschichtliche und städtebauliche Bezüge einzelner Bauwerke, Werkgruppen und Ensembles in Österreich.

Last modified :: 15.05.2006