Ralf Bock
Wann: 24.2.2026, 19:30 Uhr
Ort: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B
Freies Denken im Raum: zum Raumplan-Konzept von Heinrich Kulka
Der Vortrag resultiert aus einer Forschungsarbeit von Ralf Bock anlässlich des 125. Geburtstags von Kulka im Jahr 2025. Im Zuge dieser Arbeit konnte in bisher unveröffentlichte Pläne und Dokumente aus dem Nachlass von Kulka Einsicht genommen und diese analysiert und anschaulich aufgearbeitet werden.
Heinrich Kulka hat den Begriff des „Raumplans“ in die Architekturgeschichte eingeführt, nachdem er gemeinsam mit Adolf Loos 10 Jahre an einer neuen Entwurfsmethode gearbeitet hatte: „Dem freien Denken im Raum“. Sie sollte die Wirtschaftlichkeit der bisherige Baupraxis in der Ebene zu Denken und damit den horizontalen Grundriss in den Trennwände eingezeichnet werden in Frage stellen. Kulka hat sein ganzes Werk dem Entwerfen im Raum gewidmet. Sein umfangreiches Werk zeigt die umfassenden Möglichkeiten dieses Entwurfsansatzes und macht es auch für unsere Gegenwart aktuell. Le Corbusier hat die fünf Regeln des modernen Bauens schon 1926 veröffentlicht. Die Regeln des Raumplans konnte Kulka als junger Architekt 1930 in seiner ersten Publikation noch nicht in der Klarheit formulieren, dann musste er fliehen. Erst spät in seinem Leben formulierte er die „10 Gebote des Raumplans“, die jeder Architekt anwenden kann.

